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Am 22.09.1918 wurde Hans Fritz Scholl in Crailsheim als Sohn des Bürgermeisters Robert und seiner Frau Magdalena Scholl geboren. Drei Jahre später nach dem Umzug der Familie nach Forchtenberg am 09.05.1921 wurde auch Sophia Magdalena Scholl geboren. Letztendlich waren es 7 Kinder in der Familie Scholl (Inge, Hans, Elisabeth, Sophie, Werner und Thilde, sowie der Halbbruder Ernst). In Forchtenberg lebten sie etwa noch 9 Jahre. 1929 zogen sie aufgrund der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle für Robert nach Ulm. 1939 begann der 2. Weltkrieg unter Hitles Führung.

Zu dieser Zeit waren viele Dinge - vor allem das freie Äußern seiner Meinung - streng verboten. Schon im Jahr 1926 war die Hitlerjugend gegründet worden. Diese Organisationen veranstalteten für Jungen und Mädchen Ausflüge , bei denen sie Dinge lernen sollten, die nach Hitlers Meinung wichtig waren. Hans und Sophie waren in diesen Gruppen sehr engagiert und später leiteten sie sogar jeweils eine eigene Gruppe. Doch ihnen fiel auf, dass viele Kinder aufgrund ihrer Religion oder ihrer Herkunft ausgeschlossen wurden und als ihnen dann auch noch manche Lieder verboten wurden oder sie keine eigene Gruppenfahne designen durften, zogen sie sich aus der Hitlerjugend zurück.

1940 beendete Sophie Scholl ihr Abitur und begann eine Ausbildung als Kindergärtnerin. Sie hoffte, mit ihrer Ausbildung als Kindergärtnerin könne sie dem Reichsarbeitsdienst entgehen. Denn zur damaligen Zeit wurden Jungen und Mädchen nach ihrem Abschluss ein Jahr zum Reichsarbeitsdienst gerufen. Jungen wurden in der Wehrmacht eingesetzt und Mädchen mussten zum Beispiel zur Landwirtschaft oder in eine Waffenfabrik. Sophies Ausbildung als Kindergärtnerin wurde nicht als Ersatz angesehen und sie musste trotzdem noch ein Jahr zum Reichsarbeitsdienst bei der Landwirtschaft. Ihr Bruder Hans hingegen trat gleich nach seinem Abschluss den Reichsarbeitsdienst an und war somit früher fertig als seine Schwester und fing an, an der Münchner Universität Medizin zu studieren. Als Sophie Scholl auch ihr Arbeitsjahr beendet hatte, wechselte sie ebenfalls auf die Uni in München und studierte Biologie und Philosophie.

Dort stellte Hans ihr seine Freunde Christoph Probst, Alexander Schmorell und Willi Graf vor. Sophie schloss sich ihnen an. Sie trafen sich heimlich und verfassten Flugblätter, in denen sie dazu aufriefen sich gegen Hitler und den Nationalsozialismus zu wehren. Unter die ersten Flugblätter schrieben sie „Die Weiße Rose lässt euch keine Ruhe“. Aber zu den damaligen Zeiten war es streng verboten, seine Meinung offen zu äußern. Tat man es dennoch, wurde man hart bestraft. Ihren Namen hat die „Weiße Rose“ möglicherweise von einem Buch, das Hans Scholl zu der Zeit als die Gruppe entstanden ist, gerne gelesen hat. Denn er wusste, dass ihr Name nichts über sie aussagen dürfte. Die „Weiße Rose“ verfasste und verteilte insgesamt sechs Flugblätter. Doch das ging alleine nicht so einfach, denn woher sollten sie sich das Papier und andere nötige Materialien besorgen. Also holten sie sich Hilfe von  Professor Kurt Huber, der sich der „Weißen Rose“ anschloss und ihnen unter anderem dabei half, das notwendige Material zu besorgen. Als Sophie und Hans Scholl am Morgen des 18. Februar 1943 das sechste Flugblatt von der Balustrade des 2. Stocks der Münchner Universität stießen, wurden sie vom Hausmeister beobachtet und an die geheime Staatspolizei (die Gestapo) übergeben. Am 22.02.1943 wurden sie vor Gericht geführt und ihr Urteil (das Todesurteil durch das Fallbeil) wurde gefällt. Noch am gleichen Abend wurden sie hingerichtet. Dies sollte ein Zeichen Hitlers an alle Widerstands-Gruppen sein.

Doch als Hitlers Herrschaft vorbei war erzählten die Schwestern von Hans und Sophie vielen Leuten, was ihre Geschwister gemacht haben und so kam die Geschichte der Geschwister Scholl (die Namensgeber unserer Schule) auch zu uns.

(Joel Scheu, 6b) 
Zum 100. Geburstag von Sophie Scholl am 9. Mai 2021 waren unsere Schüler*innen kreativ.

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